Kleiderschrank ausmisten –
mit Ordnung ins neue Jahr

New Year, new me! Der Start ins neue Jahr eignet sich hervorragend, die eigenen Neujahrsvorsätze umzusetzen. Mit dem Ausmisten deines Kleiderschranks legst du dafür den idealen Grundstein.

In diesem Blogbeitrag geben wir dir die besten Tipps, wie und wann du deinen Kleiderschrank am besten ausmistest, welche Methoden dir dabei helfen und was du mit den Kleidungsstücken machst, die nicht mehr zu deinen Lieblingsteilen gehören.

Wann und wie oft miste ich meinen Kleiderschrank aus?

Es gibt nicht DEN Zeitpunkt, der sich am besten für eine Garderoben-Aufräumaktion eignet. Oft merkt man selbst, wenn es wieder mal nötig wäre, beispielsweise, wenn sich der Schrank überfüllt anfühlt oder man morgens lange nach Outfits sucht. Grundsätzlich eignet sich aber der Jahresbeginn oder Saisonwechsel sehr gut, um Ordnung in deinen Kleiderschrank zu bringen. Zudem ist es sinnvoll, sich regelmässig Zeit fürs Ausmisten zu nehmen. So bleiben die Aussortier-Stapel überschaubar und der Schrank bleibt übersichtlich – ganz ohne grossen «Kleiderberg».

Wie starte ich überhaupt und was gibt es vorzubereiten?

Das Wichtigste zuerst: Nimm dir Zeit. Je nach Grösse deiner Garderobe kann das Ausmisten gerne mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Deshalb ist es wichtig, dass du – wenn du deinen inneren Schweinehund bereits überwunden hast – nicht zwischen Tür und Angel aussortierst.

Schaffe Platz
Gleich wirst du den gesamten Inhalt deines Schranks auf dem Bett oder in im Raum ausbreiten. Sorge dafür, dass du genügend Platz hast.

Taschen und Boxen bereitstellen
Aussortiertes wird – bevor du es spenden, verschenken oder verkaufen kannst – sinnvoll verstaut.

Schaffe die richtige Atmosphäre
Mit deiner Lieblingsmusik oder einer Gute-Laune-Playlist geht alles leichter. Vielleicht machst du aus dem Ausmisten gleich ein kleines Happening und lädst Freund*innen ein, die dich unterstützen oder ehrlich beraten.

Looks festhalten
Beim Ausmisten entstehen oft überraschende neue Kombinationen. Fotografiere sie, damit du sie später nachstylen kannst. Die Fotos eignen sich übrigens auch ideal, wenn du einzelne Teile online verkaufen möchtest – so musst du sie nur einmal anziehen.

Wie gehe ich beim Ausmisten vor?

Am einfachsten ist es, wenn du deinen Kleiderschrank zuerst vollständig ausräumst und den Inhalt übersichtlich auf dem Bett oder im Raum ausbreitest. Fehlt dir dafür der Platz, kannst du dich durch die verschiedenen Kategorien arbeiten (z.B. Hosen, Shirts/Tops etc.).
Nimm anschliessend jedes Kleidungsstück einzeln in die Hände und entscheide bewusst, wie du heute dazu stehst. Dabei hilft es, die Teile in drei Stapel aufzuteilen:

Behalten

Alles, was bleibt,
erfüllt mehr als nur einen dieser Punkte:

• Trage ich regelmässig oder gerne
• Passt mir aktuell (Schnitt & Grösse)
• Lässt sich gut kombinieren
(mind. 2–3 Outfits)

Unsicher

Hier landen Teile, bei denen noch keine klare Entscheidung möglich ist:

• Schon lange nicht mehr getragen,
aber grundsätzlich noch passend
• Sitzt nicht optimal,
könnte aber angepasst werden
• Emotionaler Wert
(Erinnerungen, Geschenke)
• Teile für besondere Anlässe
(selten getragen, aber sinnvoll)

Weg

Alles, was klar nicht mehr zu dir
oder deiner Garderobe gehört:

• Passt nicht mehr (zu gross / zu klein)
• Hat Flecken, Löcher oder ist stark abgenutzt
• Seit über einem Jahr nicht mehr getragen
• Entspricht nicht mehr deinem Stil
• Bleibt immer ganz hinten im Schrank

Dein Schrank ist leer und dessen Inhalt in drei Stapel aufgeteilt? Super! Das ist der perfekte Moment für eine kurze Reinigung: Wische die Böden und Kleiderstangen ab und erneuere Mottenpapier oder Duftsäckli.
Nun darf der «Behalten»-Stapel wieder einziehen. Zwischenziel erreicht!

Was mache ich mit Teilen, bei denen ich unsicher bin?

Unentschlossene Teile sind ganz normal. Stelle dir bei jedem Teil dieses Stapels folgende Fragen:

  • Wann habe ich es zuletzt getragen?
    <1 Jahr – weg damit >1 Jahr – behalten
  • Wann bzw. zu welchem Anlass würde ich es wieder tragen?
    Keine Ahnung – das Teil darf weiterziehen.
    Passender Anlass – anziehen und dann abwägen.
  • Würde ich dieses Teil nochmals kaufen?
    Ja – behalten. Nein – spenden/verschenken.
  • Würde ich es vermissen, wenn es verloren oder kaputt ginge?
    Ja – behalten. Nein – spenden/verschenken.
  • Ist es bequem? Sitzt es gut oder muss ich beim Tragen dauernd daran herumzupfen?
    Ja – behalten. Nein – spenden/verschenken.


Bist du nach diesem Fragenkatalog nach wie vor unsicher, haben sich folgende Methoden bewährt:

Beiseitelegen
Lege die Teile in eine separate Box und setze dir eine zeitliche Frist (z.B. 3 Monate). Vermisst du das Teil während dieser Frist oder kannst beim Öffnen der Box mehrere der oben aufgeführten Fragen mit «Ja» beantworten, darf es wieder in deinen Schrank einziehen.

Druck aufbauen
Inseriere das Teil online oder nimm es mit an einen Flohmarkt. Wenn du bei einem potenziellen Kauf merkst, dass dir das Weggeben schmerzt, behalte es.

Bewusst anziehen
Trage das Teil bewusst mindestens einmal, ob im Alltag oder zu einem speziellen Anlass. Fühlst du dich darin wohl, darf es wieder in deine Standard-Garderobe. Ansonsten darfst du es guten Gewissens weitergeben.

Wohin mit Teilen, die wegkönnen?

Nun ist alles sortiert, eingeräumt oder auf die Wartebank gelegt. Doch eine Frage bleibt: Was passiert mit den Kleidungsstücken aus dem Weg-Stapel? Gerade heute ist die Antwort darauf nicht immer einfach, denn: Der Secondhand-Markt ist stark ausgelastet, und ein neues Zuhause für aussortierte Kleidung zu finden, braucht Zeit (und oft auch Nerven). Trotzdem sind wir überzeugt: Gut erhaltene Kleidung verdient ein zweites Leben.

Deine Möglichkeiten

Verschenken oder tauschen
An Freund*innen, Familie oder an öffentlichen Kleidertausch-Events und -Plattformen wie Tauschen statt Kaufen.

Verkaufen
Auf dem Flohmarkt, in Secondhand-Stores oder online, zum Beispiel über Plattformen wie Ricardo oder die App «marko».

Spenden
Direkt an karitative Organisationen wie die Heilsarmee oder Caritas oder über Kleidersammlungen. Wichtig: Die Kleidung sollte sauber, trocken und gut tragbar sein.

Upcyceln
Aus einer langen Hose wird eine Shorts, aus alten Stoffen ein neues Lieblingsstück. Upcycling schenkt Kleidung ein neues Leben – wie zum Beispiel bei unserem Upcycling-Label Cofur.

Entsorgen
Löchrige, stark verschlissene oder fleckige Teile gehören in den Kehricht. Alternativ lassen sie sich noch als Putzlappen weiterverwenden.

Platz für das, was wirklich passt

Ein regelmässiger Blick in den eigenen Kleiderschrank zeigt oft, was bereits da ist – und was vielleicht fehlt. Mit weniger, aber gut gewählten Teilen wird das Anziehen unkomplizierter, und der eigene Stil gewinnt an Klarheit. Wie das funktionieren kann, zeigen wir dir auch in unserem Blogbeitrag zur Capsule Wardrobe. Vielleicht ist genau jetzt der richtige Moment, deine Garderobe gezielt zu ergänzen? 😉